Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschließende Vereinsorgan. In ihr sind alle ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder vertreten, wobei die Regelung der Ziffer 5.1 zu beachten sind. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden; eine Vertretung durch Dritte, auch durch andere Mitglieder, ist nicht zulässig. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich und findet als Präsenzveranstaltung statt.“
Diese Interpretation ist richtig. Sie können es explizit ausschließen, das ist aber bei uns nicht der Fall. Bei uns ist lediglich die reine Online-Versammlung auf einen rechtlichen begründeten Anlass vorgeschrieben.
Deshalb kann man es genau so lesen wie Gräfer es darstellt. Es ist wie der Chevy sagt ja kein Ding diese neue gesetzliche Regelung in der Satzung entsprechend zu berücksichtigen wenn die Mitglieder das wollen.
Das würde ich auch befürworten, ebenso wie seit Jahren dafür plädiere die MV in zwei Teile zu unterteilen. Einen öffentlichen Teil zu Beginn mit einem ausführlichen Bericht des KGaA-GF und einen nicht öffentlichen Teil mit Berichten zum e.V. sowie Anträgen, Aussprachen und Abstimmungen.
Und dazu noch so viel.
Gräfer hat als Mitglied des TSV 1860 e.V. das gleiche Recht wie alle Anderen seine Meinung zu äußern wo wann und wie immer er will.
Dieses Recht das öffentlich zu tun obliegt nicht exklusiv den Blogs rund um den TSV1860, sondern jeder und jedem in jeder Art und Weise.
Natürlich hat er das Recht. Spricht ihm ja auch niemand wirklich ab. Man stellt sich nur unwillkürlich die alte Juristen-Frage: Cui bono? Wem nützt das? Dem Verein mit Sicherheit nicht und aus diesem Grund hat er halt auch den entsprechenden Gegenwind bekommen…
So eine Migliederversammlung mit Berichten, Ausprache und Wahlen von 10:00 h bis 20:00 h am MacBook ist bestimmt eine knorke Sache für Autisten und Eremiten. Persönlich könnte ich garnicht soviel Bier im Keller horten, um das halbwegs erträglich zu gestalten.
Es öffnet einfach Tür und Tor für Beschiss. Niemand weiß, wer da wirklich vorm Rechner sitzt.
Soweit ich informiert bin, lässt unsere Satzung auch Mitglieder zu, die nicht in Deutschland leben bzw. hier nicht ihren Wohnsitz haben.
Was passiert denn, wenn wir innerhalb 18 Monaten z.B. 18.600 neue und stimmberechtigte Mitglieder aus Abu Dhabi haben, die auf einmal online abstimmen dürfen?
Leichter könnte Hasi oder wer auch immer seine Leute kaum einschleusen. Die 1-2 Millionen € an Mitgliedsbeiträgen jucken da keinen Investor, der sich im Verein Macht verschaffen will.
Nun Chevy, da konnte man schon Einiges lesen was genau das zum Inhlat hatte in den Kommentaren und zwischen den Zeilen der Artikel.
Ja Cui bono? Was nützt es Gräfer?
Stell diese Frage doch auch mal andersrum. Was oder wem nützt es diese Form der Mitgliederbeteiligung nicht zuzulassen? Diese Frage wäre doch bei jeder Entscheidung der Gremien angebracht oder nicht? Die letzten Jahre und oihre Ergebnisse betrachtet wurde diese Frage immer nur von der jeweiligen „Opposition“ gestellt aber nie von den Profiteuren des jeweils amtierenden Systems.
Der Gegenwind war in der Form nicht berechtigt, weil Gräfers Ansinnen inhaltlich schlicht richtig und nachvollziehbar war. Es waren einfach jene Beißreflexe wie man sie bei Sechzig kennt.
Nichts desto trotz bin ich in der Frage einer Online Versammmlung definitiv dagegen aus den Gründen die ich damals schon angeführt hatte. Eine Manipulation ist dabei das Einfachste der Welt entweder durch technische Mittel oder Einsatz von Fake Mitgliedschaften. Ebenso wie die Sicherstellung der technischen Möglichkeit der Teilnahme dem Verein obliegt und damit ein erhebliches rechtliches Risiko im Raum steht, neben den ziemlich hohen zusätzlichen Kosten die dadurch entstehen.
Eine schriftliche Mitgliederbefragung zu sehr wichtigen Themen, wie zB mittels Fragebogen in der Mitgliederzeitung die ja persönlich zugestellt wird und in der maximalen Anzahl der Mitglieder besteht, schränkt eine Manipulation schon weitestgehend ein. Sie ist zwar nicht bindend aber ein durchaus probates Mittel zur Feststellung der Meinungslage auch außerhalb des Giesinger Kerns oder des Stadionumfelds. Und daher durchaus zu befürworten.
Allein das Argument dass durch die Fragestellung eine Manipulation stattfinden könnte, zeigt die an gst die man davor hat.
Ich frag mich einfach was man macht wenns mal wirklich jemand drauf anlegt? Dann hat man alle 2 Monate ne a.o. MV wegen jedem Scheiß, nur weil man sich einer einfachen Möglichkeit der Meinungsbildung verweigert.
Ich frage mich ja ein wenig, ohne das angeblich höchste Organ des Vereins abwerten zu wollen, welch bahnbrechende Entscheidung die Mitgliederversammlung denn in den letzten Jahren gefällt hat als dass man da so einen Popanz drum machen müsste.
Insbesondere wenn man wie Herr Gräfer vermutlich einen Fokus auf den Profibereich legt.
Auch das aktuelle Präsidium wäre vermutlich bestätigt worden.
Die jetzige Situation ist wie sie ist, weil es mehrere MVen mit überwältigender Mehrheit so entschieden haben. Und von daher gibt es da für mich nichts dran zu rütteln. Mag ja sein, dass der ein oder andere sich das geändert wünscht…dafür gibt es dann die entsprechenden Mittel und Wege.
Ja, sie ist wie sie ist. Die Änderung des Gesetzes gibt es erst seit 2023, also noch nicht ganz solange was das Argument der mehreren MVs nicht gelten lassen kann.
Was den Weg der Änderung der Satzung betrifft sind wir ja beinander, aber es braucht eben hier keine Änderung der Satzung sondern den politischen Willen des Präsidiums bei der Einberufung.
Ob der Sinnhaftigkeit einer Online-Abstimmung in einer hybriden MV sind wir ebenfalls beinander.
Klares Nein, wegen der bekannten Gründe.
Wir Mitglieder stimmen seit Jahren gegen online, sogar mit der Konkretisierung dass die MVs in Präsenz sein müssen und verankern es in der Satzung. Und jetzt fordert Martin Gräfer und paar Griss-Ultras dass über die Köpfe der Mitglieder dies vom Präsidium von oben herab einfach mal so ganz anders gemacht wird….
Ich will dahin, dass man beim TSV 1860 endlich mal dazu kommt sich nicht mehr darauf zu fixieren wer etwas sagt, sondern was er sagt. Sich mal mehr mit den Inhalten zu beschäftigen.
Das is das was ich tue, und deshalb @Coeur_de_lion ist es eben kein Beissreflex meinerseits.
Mir ist es nämlich egal wer was sagt, sonder was derjeinige sagt. Und damit setzte ich mich dann auseinander. Wenn der Gräfer einen Vorschlag macht oder Wunsch äußert, dann ist es mir egal ob er irgendwann mal als VR-Kandidat im falschen Team war. Allein deshalb wird sein Ansinnen nicht schlechter oder unrichtiger.
Das ist Das wo ich hin will. Und hier ist das Populistische nicht der Wunsch von Gräfer, sondern die Deklaration als solches durch das LM mit falschen Begründungen.
Wir müssen bei Sechzig endlich mal aufhören ständig Feindbilder zu produzieren die bei einem falschen Wort, oder einer anderen Meinung gleich grundsätzlich in einer NO GO Schublade verschwinden.
Dann bekommt man vielleicht wieder einen konstruktiven für den ganzen Klub vorteilhaften Dialog hin.
Ja vielleicht etwas idealistisch, aber mir wurscht. Trotzdem meine Meinung.
Auch wenn ich - bewusst - bisher nicht besonders viel Substantielles sondern genervten Zynismus zur Diskussion beigetragen habe, sehe ich hier sehr wohl einen konstruktiven Gedankenaustausch. Meine kaum versteckte Kritik an Herrn Gräfer ist primär daran aufgehängt, dass ich weder den Zeitpunkt noch das Forum seiner Wortmeldung als glücklich oder gar zielführend erachte. Ich denke, nahezu jeder hier im Forum ist gewillt, seine Argumente unaufgeregt anzuhören, darüber nachzudenken und ggf. seine Meinung dem Vortrag entsprechend neu zu justieren.
Tatsächlich würde ich es begrüßen, seine auf der JHV zu hören und mit den am Vereinsleben teilhabenden, anwesenden Mitgliedern zu diskutieren. In der momentanen Form - und ja, Harie, sein Beitrag über den Boulevard kommt populistisch rüber - schadet Herr Gräfer seiner vielleicht gut gemeinten Sache mehr als dass ich versucht wäre, ihn ernsthaft aufgreifen. Ein ernst gemeintes Anliegen schließt Populismus keinesfalls aus, nur kommt es in dieser Form unseriös rüber und hat das Potential zur medialen, vereinsschädigenden Schlammschlacht.