Das hatte ich fast schonwieder vergessen. In den seltenen Phasen der Ruhe im Verein, garniert mit einem deutlichen sportlichen Aufwärtstrend, haut er seine Statement über die Presse raus und facht die alten Grabenkämpfe damit wieder an. Ob ihm das bewusst war, kann ich nicht beurteilen.
Ich weiß nicht, was mich mehr irritieren würde. Eine zum ungünstigsten Zeitpunkt bewusst platzierte Tretmine oder - um es euphemistisch zu sagen - eine bemerkenswerte Blauäugigkeit im Umgang mit den Münchener Medien.
Das ist das was ich meine. Sich hier anzumaßen mit falschen Aussagen die Meinugsäußerung eines Vereinsmitglieds als populistisch zu brandmarken, sehr wohl in dem Wissen dass man selbst nicht weniger öffentlich handelt als Gräfer.
Und auch die Infragestellung ob Gräfer sich überhaupt zu vereinpolitischen Dingen äußern darf war sehr wohl zu finden. Zum Beispiel bei den Giesinger Gedanken auf Sechzger.de mit natürlich den ensprechenden Wirkungen in den Kommentaren.
Diese tendenziös einseitige Berichterstattung ist ein Grund warum nicht nur ich seit Jahren DB24 meide. Aber die Blogs LM und Sechzger.de sind auf einem Weg der sich nicht viel anders entwickelt.
@harie…hier möchte ich doch in einigen Punkten widersprechen; wenn ich hier im LF als Vereinsmitglied eine mehr oder weniger sinnvolle Idee raushaue, interessiert das (zu Recht
)in der Regel keine Sau, die Münchner Presse hat sich jedenfalls noch nicht mit mir in Verbindung gesetzt
wenn das Vereinsmitglied Gräfer dasselbe tut, könnte er das z.B. hier oder in einem anderem Forum anonym auch tun…und die Reaktion wäre diesselbe
das Vereinsmitglied Gräfer könnte alternativ sich aber auch konstruktiv, diskret und sachorientiert mit den entsprechenden Vereinsgremien austauschen , bei entsprechender Diskretion würde die Presse da drauf auch nicht anspringen
das Vereinsmitglied Gräfer aber wählt ganz bewusst und sehr zielgerichet seinen eigenen, öffentlichkeitswirksamen Weg mit all seinen Folgen (s. Diskussion hier)……und da frag ich mich schon, was das anderes als populistisch sein soll ???
@harie: Da reden wir partiell aneinander vorbei. Dir stößt populistische Berichterstattung auf, da sind wir beisammen. Gleichzeitig kreidest Du einen personenbezogenen Beißreflex an und mahnst, dass die Aussage dadurch hinten runter fällt. Das finde ich ebenfalls die falsche Herangehensweise und bin bei Dir.
Nicht einer Meinung sind wir bei meiner Kernaussage: Der Vorstandsvorsitzende des Hauptsponsors trägt eine andere Verantwortung als ein normales Mitglied und als solche sehe ich Arik, Stefan und auch Herrn Griss. Jeder der vier darf selbstverständlich seine Meinung öffentlich vertreten, von mir aus mit Vehemenz, solange dabei Anstand und gesellschaftliche Regeln respektiert werden. Bei einem von diesen Herren sehe ich diese Grundvoraussetzung des menschlichen Umgangs allerdings nur sehr bedingt. Martin Gräfer meine ich damit nicht. Nun ist er aber kein normales Mitglied und sollte weitere Regeln berücksichtigen: In Vereinsangelegenheiten sind ausschließlich der Präsident, der Verwaltungsrat und die Mitgliederversammlung seine Ansprechpartner. In Sachen KGaA heißt sein Mann Manfred Paula. Die breite Öffentlichkeit ist den anderen dreien vorbehalten.
Das Gesicht des Hautsponsors sollte weder oppositionell wahr genommen werden, noch sich unnötig volksnah geben und schon gleich nicht medial um die Gunst der Massen für Wahlen und vereinspolitische Vorhaben buhlen. Wenn das ganze jetzt auch noch dramatisierend verpackt wird - wo bitte sind unsere Vereinsstrukturen ‚verkrustet‘, nicht ‚transparent‘ und ‚instabil‘ - erfüllt er vollumfänglich die Definition von Populismus. Von einem Hauptsponsor erwarte ich, dass er sich bei allem missionarischen Eifer vorher überlegt, wem er was zu welchem Zeitpunkt mit welchen Worten über welchen Weg erzählt.
und außerdem betont das Vereinsmitglied Gräfer auch beständig das Sponsoring. Das hinterlässt dann auch eher den Eindruck, dass da weniger das Vereinsmitglied Gräfer, sondern der Vertreter des Hauptsponsors spricht. und eine Einmischung eines Sponsors kann niemand gebrauchen. vor allem nicht in Angelegenheiten, die den gemeinnützigen Verein betreffen.
(@Strahlenkatarakt hat das eh gerade geschrieben, hätte ich mir sparen können) ;)
Das ist aber vielleicht auch der Grund, weshalb Pressevertreter eher bei Gräfer anrufen als bei @Coeur_de_lion
.
Unterhaltsam ist es, dass im Verlauf dieser Debatte einmal betont wird, Gräfer sei ein ganz normales Mitglied und solle sich auch so verhalten und dann wieder die herausgehobene Stellung desselben zur Argumentation herangezogen wird
.
Wird hier nicht die Aussage Gräfers mit einer Bedeutung versehen, die diese gar nicht hat? Und genau dies deutet eben doch auf reflexhaftes Verhalten hin…könnte es nicht gar so sein, dass LM und sechzger.de nach einem ausgelegten Köder vorhersehbar geschnappt haben?
Bin ganz klar pro hybrid. Je geringer die Beteiligungsschwelle (Anreise für die einen schwierig, Bedienung Internet für die anderen :-) ) desto mehr Mitglieder dürfen und können sich einbringen. Das geht bei vielen bedeutend kleineren Vereinen auch und die Mehrkosten sind bei ü27k Mitgliedern und einer aktuellen Beteiligung von ca. 2% durchaus gerechtfertigt. Wobei man auch nach 2 Jahren evaluieren könnte, ob die Beteiligung signifikant sich verbessert (ü20%?).
Hierzu möchte ich anmerken, dass vermutlich niemand von uns die Kosten eines hybriden Wahlsystems kennt, das möglichst wenig bis nicht anfechtbar ist. Und genau da liegt das Problem.
Jedesmal, wenn ich den Begriff „Online-Wahl“ lese, läuft mir ein alles andere als wohliger Schauer den Rücken runter. „Online-Wahl“, nichtmal der feuchte Traum aller Maduros & Putins (& zukünftig auch Trumps) dieser Welt, wegen der Manipulationsrisiken, die sie, bei aller eigener Manipulation, nicht eingehen wollen.
→ Hybride Versammlung wäre schon was, was einfach geht. Hybride Wahlen? Never. Und damit wäre der gewünschte Zweck der hybriden Versammlung auch hinfällig.
ich gehe nochmal zurück auf LOS:
JEDES Vereinsmitglied hat die Möglichkeit, an einer MV und damit an JEDER Wahl aktiv teilzunehmen; je nach individuellem Interesse muss man sich halt ein bisschen Mühe machen, dieses Wahlrecht wahrzunehmen; ich weiss jetzt nicht, wie sich die Vereinsmitglieder so geografisch verteilen, aber wenn ich die Teilnehmerzahlen der letzen MV´s nehme, dann liegt der Verdacht nahe, dass selbst Olching schon “nicht mehr machbar” ist;
für mich ist diese “hybrid”- Diskussion eine Feigenblattgeschichte wie die der “schweigenden Mehrheit”….wer sich wirklich für den Verein interessiert, und nur denen gestehe ich ein echtes Mitspracherecht zu , die werden auch weiterhin PRÄSENT sein, schlicht weil es ihnen etwas WERT ist;
wenn ich sehe, wie komplex unsere Vereinsstruktur gestaltet ist und wie intensiv man sich damit auseinandersetzen muss, um da durchzusteigen…….da stellen sich bei mir erhebliche Zweifel ein, ob da jeder, der von zuhause vom Sofa mitabstimmen kann, weil er halt seinen Beitrag bezahlt..also ob da wirklich viele wissen, über was sie da abstimmen…habe da Zweifel, ob diese “hohe” Beteiligung wirklich “hohen” Nutzen für ´60 bringen würde
Wir sollten nicht permanent unausgegorene und nicht relevante Plattitüden in irgendwelche Mikrophone plappern. Das wäre schon mal ein erster Schritt, um genau das zu vermeinden. Aber leider tut sich Hr. Gräfer da besonders hervor. War ja auch nicht das erste Mal, dass er meinte, sich zu e.V. Angelegenheiten zu äußern. Offensichtlich auch ohne jeglichen ernsthaften Willen, hier etwas konstruktiv zu verändern. Und genau da wird das ganze auch ärgerlich. Wir sollten durchaus aufpassen, dass wir vereinsintern kein allzu geschlossenes System etablieren. Um das zu verhindern bzw. zu verändern braucht es aber seriöse Vereinsarbeit, und kein kontroverses „blabla“ in der TZ. Weil das bringt uns keinen MM weiter.
Was du schreibst, ist richtig, widerspricht aber gar nicht den Sätzen von harie, die du zitierst.
Alles in allem - egal welche Meinung man da vertritt - ist es die Aufregung nicht wert.
Im Zweifel interessiert das Tausende von Neumitgliedern auch gar nicht, die plötzlich online abstimmen dürfen.
Ich wollte ihm auch gar nicht groß widersprechen, sondern auf die richtige Reihenfolge bzw. auf Ursache und Wirkung hinweisen. Und da bleibt es halt dabei, dass solche nutzlosen und wenig substanzvollen Interviews zu überhaupt nichts gut sind, außer um mal wieder Unruhe rein zu bringen.
Ich glaube, Gräfer wollte ausloten, wieviel Zuspruch es gibt und bezweifle mittlerweile auch, dass es diese Umfrage von der bayerischen überhaupt geben wird.
Schau Dir mal gängige Anbieter von Vereins-Online-Wahlen an. Nemovote, Polyas, Talque, Vote@Home & Co. Fängt bei 59 EUR pro Event (!) an. Deren Qualitätsversprechen ist in der Regel: Wahlintegrität bei gleichzeitig keiner Wahlrückverfolgung (Anonymität, Geheime Wahl), Uno-Actu-Wahl (keine Revidierbarkeit der Stimme), DSVGO-Konformität usw. Wenn man “mehr” will, z.B. Veränderung der CI des Tools usw., dann sind es 200 bis 300 EUR. Da fängt es an. Bei anderen Anbieter sind die Kosten höher (Briefversand, den wir aber ja als Einladung zur MV ja eh auch machen). Man liegt da bei 6k bis 10k EUR.
Man darf gern gegen online-/hybrid-Versammlungen oder Abstimmungen /Wahlen sein und jeder kann da gerne die schlimmsten Diktatoren dieser Welt argumentativ dazu bemühen oder aus seinen ganz individuellen Gründen für das aktuell bestehende Präsenzsystem sein. Ich wäre bereit für eine größere Teilhabe am demokratischen Diskurs hybride Veranstaltungen durchzuführen.
Egal ob dafür oder dagegen: Man sollte mal mit ein paar Mythen aufräumen: (1) Die Kostenfrage ist m.M.n. einer dieser Mythen. Das geht, dafür gibt es Anbieter und die Tools sind je nach Umfang günstiger als für so manches Mitglied die einfache Anfahrt. (2) Ebenso die Verbreitung der Wahlmethode: Viele Vereine und Verbände nutzen solche Tools. (3) Wahlmanipulation: Hier gibt es zertifizierte Verfahren, die Missbrauch verhindern sollen und Anbieter, die Wahlintegrität garantieren. [edit RS ausgebessert]
Sehr guter Kommentar!
Man darf zudem nicht übersehen, dass man mittelfristig durch hybride Veranstaltungen auch an der Location sparen könnte.
Meinen Informationen nach kostet die Mitgliederversammlung im Zenith über 50.000 EUR. Das muss man sich mal vergegenwärtigen: Bei der Wahl von Gernot Mang haben 530 Leute abgestimmt. Die Versammlung kostet also ca. 100 EUR pro Anwesendem. Und da war kein Essen/Trinken/Parken ect. dabei.
Kurzfristig denke ich nicht dass sich durch hybride Versammlungen was einsparen lässt, aber mittelfristig könnte man vielleicht einiges einsparen.
Zudem könnten Wahlen und somit Versammlungen schneller gehen. 2024 wurde ja ca. 4 Stunden lang ausgezählt.
Ich sehe hybriden Versammlungen sehr positiv gegenüber. Man sollte sich dem Fortschritt nicht verschließen.
zu Punkt 1) Ist kein Mythos. Bei Hertha BSC wurden die Kosten auf mindestens 100.000 - 150.000 € benannt und wurde daraufhin von der MV abgelehnt. zu Punkt 3) für einen reichen Investor wäre es ein leichtes 2-3k Neumitglieder anzumelden und eine Wahl dann zu verfälschen.
bei Dortmund hat die hybride MV, die vor kurzem abgehalten wurde, 13 Stunden gedauert.
Für was sollte er die auch machen? Die ist weder relevant, noch aussagekräftig, und würde um wirklich etwas damit anzufangen, ziemlich viel Aufwand im Nachgang bedeutet. Hr. Gräfer geht es nicht um demokratische Strukturen und Abläufe im e.V. Vielleicht sollte man sich noch einmal seinen letzten Satz vor Augen führen.
Zitat:
"Wer Investoren will, muss auch moderne Mitbestimmung zulassen.“
Meines Erachtens ist das Interview ein reines Störfeuer, um letztendlich irgendwann im Verein die vordergründig strikte Haltung zu 50+1 aufzuweichen.