Sechzgerstadion oder doch grüne Wiese?

Was ich meinte, das war etwa vor einem Jahr (evtl. auch in Müllers Anfangszeit). Diese neue (eigentlich nur wiederholende) Stellungnahme kannte ich noch gar nicht…

Der Beschluss von 2022 bezog sich auf 77 Mio. Ab 2027/28 kann (Löwenmagazin) mit dem Umbau des Sechzgas begonnen werden. Allerdings wohl kaum im dann vor sechs Jahren beschlossenen Umfang zu damals durchgewinkten 77 Mio. Und kein Verantwortlicher wird sich den Schuh anziehen, einfach mal die Bagger anrollen zu lassen…vor allem kein Verantwortlicher, der dafür in Haftung genommen werden könnte…

Die Unioner werden sich schon Gedanken gemacht haben. Diese als „dumm“ zu bezeichnen zeugt eher von Arroganz deinerseits.
Wer sagt denn z.B. das man Stehplatzbereiche nicht auch schnell und kostengünstig in Sitzer umbauen kann? Vor ein paar Jahren hat der BVB das alle paar Wochen machen dürfen, weil Auflagen für internationale Spiele das so vorgegeben haben.

Wie glücklich wäre ich, wenn solche Pläne nur Ansatzweise von Sechzig zu sehen wären. Stattdessen Stagnation wo man nur hinsieht.

Das Union kein Fantasy-Plastik Verein mit einem Investor hinten dran ist, dürfte klar sein.
Ich ziehe meinen Hut vor dem, was der Club gemeinsam mit den Fans aufgebaut hat.

Gerade als Löwenfan, sollte man sich daher genau überlegen, wie man seine Kritik hierzu von sich gibt.

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Mir fehlt ein wenig die Phantasie für was man da „2 Jahre viel machen“ muss und welche neuen Erkenntnisse man dadurch gewinnen würde.

Aus meiner Sicht hat man dann einfach nur zwei weitere Jahre verloren bzw. wartet darauf dass man zwangsweise, und wenn auch nur temporär, ins Oly abgeschoben wird.

Aber dann war’s halt wieder jemand Anderes und man musste selbst nichts entscheiden.

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Auch Union hat viele Jahre u.a. nur durch den Michael Kölmel überlebt. Streng genommen mischt der immer noch mit, 2025 laufen meiner Erinnerung nach nochmal 10 Mio. Darlehen aus.

Und neben dem „dumm“ habe ich auch geschrieben dass Union sich das leisten kann. Um dahin zu kommen muss man dann doch auch schlau sein.

Ich kann dir da jetzt keinen Projektplan dazu liefern. Aber manchmal bist du bist du in deinem hang zur pointierten Diskussion etwas … mhhh … unterkomplex. Ich versuch mich mal daran etwas präziser zu sein. Ein regnerischer Brückentag, kein Sechzger Spiel, keiner mag auf die Wiesn, Steuer hab ich heute schon gemacht und die Rechnungen sind auch überwiesen, ich hab also auch nichts besseres zu tun.

Zu allererst sollte man „man“ definieren. Denke dieser „man“ muss kein Mann aber sicher der verantwortliche Geschäftführer(in) sein. Dieser GF muss sich eine klare Meinung bilden, was er will und diese auch belegen und robust vertreten können.

Nun kommt bestimmt, das können wir heute schon. Nein, denke ich nicht. Es gibt viele Meinungen und Meinungen unterstützende Fakten, aber keine klare Positionierung. Und ja die muss man einfordern seitens der Stadt. 60 ist da wie mancher Mitarbeiter, der alles will und kann. „Ich bin strategisch, aber auch oparativ, interessiert im Marketing, aber auch erfahren im Finanzmanagement.“ und sich dann wundert, dass keiner einen Job für ihn hat.

Konkret zur eigenen Positionierung: 60 will im Grünwalderstadion spielen, aber nur wenn es nicht zu viel kostet, wenn es auch höhenren Ansprüchen genügt. Oder wir dürfen es kaufen- aber eigentlich nur geschenkt. Weil wir sind ja ein Teil der Stadt- den wir halt zu 60% ins sehr ferne Ausland verkauft haben. Im Oly spielen wir sicher nicht, ausser es ist 2. Liga tauglich und günstig und das einzige Stadion. Oder für eine Übergangszeit von, sag ma mal 10 jahren. Wenn beides nicht geht, dann bauen wir auch selber. Geld haben wir keines und unser Investor, ja der ist ein bisschen eigen.

Es scheitert also daran, dass keine Sau außerhalb der Löwen-Blase (ich nenn die mal „löwenforum +“) versteht was wir wollen. Deshalb kann der Reiter auch unwidersprochen solch polemische Interviews raushauen. Weil jenseits von Wünschen gibt es nichts. Kein Startegiepapier, das seinen Namen wert ist.

Dieses Ziel, das wir beim Stadion erreichen wollen, das muss ich erarbeiten (Arbeit!), mit meinen Gesellschaftern diskutieren (Arbeit!) und mich darauf einigen (ganz ganz viel Arbeit!). Iterationen inbegriffen.

Danach muss ich in den Dialog mit anderen Interessensgruppen gehen. Stadtverwaltung, Fangruppierungen und Fanszene, Mitglieder). Auch hier muss ich bereit sein ein oder zwei iterationen einzulegen.

Und dann, erst dann, kannst du in die politische Diskussion gehen ohne dass dich der reiter jedesmal wie den letzten Depp ausschauen lässt. Und genau diese Arbeit, die hat sich bisher keiner gemacht. Weil man die noch nicht sehen wird. Im Gegenteil, wer auch immer diesen (Vorsicht, Trigger) Prozess beginnt, der wird Häme ernten, weil „es gibt doch scho ois“ und jetzt „is ja ned so kompliziert“. Ist es aber und deshalb wird es auch immer nichts. Und wir stehen genau da, wo wir vor 5 Jahren waren. Weil ma eben nicht wissen wo ma hinwollen.

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Das Oly kommt automatisch denn wenn die Westkurve grundlegend saniert wird sperrt die Stadt das Stadion meiner Einschätzung nach mindestens eine Saison zu. Wie sie schon das Stadion zugesperrt hat als Haupt- und Osttribüne vergewaltigt wurden.

PS: Wir verlaufen uns gerade da das der Investorenthread ist.

Das lassen manche ihrer Fans gerne unter den Tisch fallen und stellen es so dar, als wäre der Erfolg alleine durch sie entstanden.

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Gelöscht, bringt nix.

Ich habe meine Aussage aus meiner Sicht hinreichend begründet, davon abgesehen war sie nicht objektiv sondern eine Meinungsäußerung.

Union Berlin hätte den Charakter des Stadions aus meiner Sicht nicht aufs Spiel gesetzt wenn sie bei der Einteilung etwas mehr Augenmaß beweisen würden. Selbst eine 50:50 Einteilung gilt eigentlich schon als nicht mehr zeitgemäß und auch bei der Diskussion um unseren Ausbau wird ja immer wieder betont dass man möglichst viele teure Sitzplätze benötigt.
Union ist mit einer Kapazität von 22.012 Zuschauern in die 1. Liga aufgestiegen. Dass da etwas passieren muss ist unstrittig.
Auch wir brauchen mehr Kapazität, aber mit einer Forderung nach 30.000 Zuschauern zerstört man aus meiner Sicht nahezu jede Brücke zur Stadt.

Und selbst wenn man sich nicht auf den großen Wurf einigen kann gehört für mich die Osttribüne dringend überarbeitet / korrigiert. Die wurde ausschließlich für den Amateursport konzipiert und gehört neu gebaut, überdacht und mit Sitzplätzen ergänzt. Bei der Gelegenheit könnte man gleich den Polizeipalast auf das eigentlich erforderliche Maß zurückschrumpfen.

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Ja, willst etwas sagen?

Nö, Du bringst Abrisspläne ins Spiel, welche offiziell nicht existieren oder diskutiert werden. Für eine Sanierung/Erhalt des Stadions gibt es Beschlüsse (dann bleibt es eben bei der Drittligatauglichkeit). Für einen gewünschten Ausbau nicht. Und gerade der Ausbau ist ein massiver Kostentreiber.

Erst Mal die Frage, wer ist hier die Stadt für Dich die hier spekuliert? Beamte in der Verwaltung, welche einen langen Plan verfolgen? Ein Stadtrat, welcher in der nächsten Wahlperiode personell und parteilich anders zusammengesetzt sein kann und dann andere Beschlüsse fasst? Ein Stadtrat der aus finanziellen Zwängen Beschlüsse revidieren oder zeitlich strecken muss?
Ich habe es oben schon geschrieben, für „die Stadt“ besteht die Notwendigkeit ein zumindest für die Dritte Liga taugliches Stadion anzubieten. Ich glaube an dieser Einschätzung hat sich grundsätzlich nichts geändert. Dafür wurde in den letzten 20 Jahren auch schon einiges an Geld investiert. Klar ist es für die Stadt blöd, dass 60 die Arena nicht halten konnte. Blöd ist auch, dass unabhängig von Fandiskussionen, die teuere Sanierung des Olympiastadions dann wohl auch nicht für die oberen Ligen reicht (je nach Auslegung der notwendigen Bedachung).

Das sehe ich anders. Nicht die Stadt München muss uns einen Vorschlag unterbreiten, sondern wir der Stadt.
Und zwar ein ausgearbeitetes und schlüssiges Konzept und auch wer, was, wann und wie finanzieren soll/muss. An Hand dieses Konzepts kann man dann in Verhandlungen gehen und eine Lösung finden.

Die Stadt ist doch nicht verantwortlich, für uns einen Fussballplatz zu finden, geschweige denn auch noch die Lösungen dafür zu erarbeiten. Die Initiative muss schon von unserer Seite kommen.

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… allerdings für die 3. Liga dürfte es ausreichend sein.

Macht „die Stadt“ damit doch. Also wäre das Sechzga verzichtbar.
Abgesehen davon „muss“ München dieses Angebot nicht machen. Eigentlich sind Profivereine selbst für eine geeignete Spielstätte verantwortlich und nicht die öffentliche Hand.

Das Ziel, unser Sechzga zu erhalten, haben wir wohl gemeinsam. Nur sehen wir offenbar die Verantwortung für den nächsten Zug auf unterschiedlichen Seiten.

Brücke zur Stadt? :thinking:

Meiner Meinung nach sieht die Brücke zur Stadt SO aus:

…und wundern tut mich das nicht.

Die Stadt hat doch schon lange keinen Bock mehr auf Sechzig

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Da schieb ich doch gleich noch ein paar Herzerl nach :blue_heart: :blue_heart: :blue_heart:

So schaut’s aus, ob uns das gefällt oder nicht :woman_shrugging:

Das Bild enthält außerdem mehrere versteckte Hinweise: Das weiß-blaue Boot, welches aufgrund der zerstörten Brücke nicht weiter kommt und das rot-weiße Schild, das scheinbar schief grinsend auf die Schaluppe runterschaut.

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Nah im Ernst, wenn ich einen Partner habe, von dem NICHTS kommt, nichts Konkretes, nichts Substanzielles, nichts mit dem man was anfangen kann… …mei, dann hab ich halt dann irgendwann auch mal die Schnauze voll.
Dieses Rumgeeiere seitens Sechzig ist doch endlos.
Und mit Hasan wird das auch so bleiben

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Und wir jetzt schon 13 Jahre trotz des größten Investors aller Zeiten.

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Anmaßend ist es trotzdem.

Wenn die Hütte so gebaut, wird’s m.E. eins der schönsten Stadien in Deutschland. Abgesehen von der blöden Farbe.
Allein die Hufeisen Form ist geil und ein Zeichen das es denen nicht nur um Kommerz geht, sonst hätte man die Ecken zugemacht um weitere Plätze zu schaffen. Wie geschrieben, können Steher auch leicht als Sitzer umgebaut werden, falls das angefachte Konzept nicht funktionieren sollte.

In der aktuellen Situation kann ich die Stadt nur zu gut verstehen!
Die Löwen sollten einen Schritt nach dem anderen gehen. Wie bereits geschrieben, wenn wir irgendwann an der Tür zur 2.Liga anklopfen, wird’s schon ernsthaftere Gespräche geben.
Sollten wir tatsächlich aufsteigen und in der Liga bleiben, ist Sechzig in ein ganz anderen Verhandlungsposition.

Die Vergangenheit hat hinreichend bewiesen, dass das GWS für 60 ohne Alternative ist. Wir sollten jede angebotene Kapazitätssteigerung mitnehmen und nie aufhören, noch mehr zu fordern.

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Mir ist das letztens nach längerem Nachdenken (und einem Besuch auf dem Olympiaturm kurz vor der Schließung) auch wie Schuppen von den Augen gefallen. Wenn der Verein nichts tut und geeint für das Grünwalder Stadion streitet, läuft alles darauf hinaus.

Der Unterschied zu 2003 ist vor allem, dass eine profitaugliche Arena in Fröttmaning mehr zur Verfügung steht.

Der Unterschied zu 2013 ist, dass für Türkgücü ohnehin schon Sanierungsmaßnahmen vorgenommen wurden und ja schon bewiesen wurde, dass Drittliga-Fußball dort prinzipiell möglich ist - ob es uns gefällt oder nicht.

Zudem ist das Ensemble seit einigen Jahren Weltkulturerbe und muss ohnehin erhalten werden - koste es, was es wolle. Nach der Olympiaturm-Sanierung ist laut offizieller Auskunft der Stadt in der dortigen Ausstellung das Oly dran. Die genauen Zeiten habe ich gerade nicht mehr im Kopf.

Meines Wissens läuft demnächst auch die Exklusiv-Bindung von Stadionkonzerten an das Oly aus (entweder 2025 oder 2030) und wie die Konzertveranstalter da schon mit den Hufen scharen, hat man ja heuer erlebt - Olympiaberg hin oder her.

Das Grünwalder Stadion hat afaik außer unserer emotionalen Bindung daran keinerlei baurechtlichen Schutz. Der Bestandsschutz bezieht sich auf Umbauten und nicht auf einen Komplettabriss. Zudem handelt es sich um ein Filetgrundstück direkt am Mittleren Ring in einer Stadt mit notorischer Wohnraumknappheit…

Meines Erachtens wartet die Stadt genüsslich ab und ich kann es ihr nicht mal verdenken - das würde ich an ihrer Stelle bei unserem zerstrittenen Haufen auch tun (wenn man mal die blaue Brille absetzt). Seit ein paar Jahren fängt man jetzt darüber hinaus auch an, uns das Mietverhältnis madig zu machen (bei welcher Posse soll ich anfangen? Elektrik, Zaun vor der Stehhalle, Mietneuberechnung… man hätte uns überall leicht entgegen kommen bzw. unsere Vertreter zumindest informell zur Seite nehmen können („Stellt’s den Neuberechnungsantrag mal lieber ned, das geht nicht gut für Euch aus, wenn wir uns das offiziell anschauen müssen…“)).

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P.S. speziell für unsere Eishockeyfans:

Beim Rosenheimer Eisstadion (mit anderen Standorten bin ich nicht so vertraut) sieht man, was möglich ist, wenn Kommune und Verein Hand in Hand arbeiten.

Vor zehn, fünfzehn Jahren war das in einem ähnlichen Zustand wie das Grünwalder jetzt und die Stadt hat dem seinerzeit nicht sonderlich wohl gelittenen Verein jährlich den dringenden Sanierungsbedarf vorgerechnet, ohne substantiell was zu verbessern. Erst als sich der Verein zum innerstädtischen Standort bekannt hat und selbst Geld in die Hand genommen hat, ging was.

Einfach war das nicht, da direkt nach dem Commitment der Abstieg aus der DEL2 und damit quasi der Super-GAU kam - aber Rosenheim hat jetzt ein absolutes Schmuckkästchen, um das den Verein viele Mitbewerber beneiden.