Sechzgerstadion oder doch grüne Wiese?

Das macht Sinn, solange die Kommandisten das Organigramm bzw. den gesellschaftsrechtlichen Aufbau einer KG auch kapiert haben :winking_face_with_tongue:

Was mich an den ganzen Überlegungen stört ist die direkte Beteiligung von Fans in der Eigenschaft als Gesellschafter. Auch bei einer KG wären die Fans faktisch Gesellschafter der Firma und daher zwar nicht im opertiven Geschäft involviert, aber bei Grundlagengeschäften sehr wohl mit Stimmrecht in der Hauptversammlung. Und genau das sehe ich die Problematik eines solchen Projekts.
Auch hier besteht neben der Gefahr ideologischer statt wirtschaftlicher Entscheidungen, dass eben Kapital von Gesellschaftern die mit der Entwicklung nicht einverstanden sind abgezogen wird und ausgezahlt werden muss.
Das geht aber eben nicht, weil das Geld ist nur noch in Steinen vorhanden.

Man muss sich im Klaren sein, dass das Stadion nicht dazugemacht ist Gewinne für Investoren abzuwerfen, sondern den Spielbetrieb des Nutzers TSV1860 bestmöglich zu finanzieren. Alles was da erwirtschaftet wird sollte im Ifealfall in die Kasse des Spielbetriebs gehen um den bestmöglichen sportlichen Erfolg zu erzielen und damit die Einnahmepotanziale weiter zu steigern. Damit in gewisser Weise eine Aufwärtsspirale in Gang zu setzen.

Public Fonds wollen eine Rendite sowohl für sich selbst als auch ihre Anleger. Daher quasi ungeeignet.
Dortmund kann ein Lied davon singen, als es am Molsiris Fonds hing ob man in die Kreisliga geht oder in der Bundesliga bleibt, wegen der Finanzierung des Stadions. Dazu kommt dass ein Fond für eine Einmalzahlung dauerhaft, also auf unbestimmte Zeit, diese Rendite sehen will.
Finanzierungen die Folgekosten über den eigentlichen Tilgungszeitraum hinaus erzeugen, sollte man wo immer es geht vermeiden.

Grundsätzlich stimme ich dir zu.

Aber Genossen haben kein Mitspracherecht bei einer Genossenschaft. Was würden da die ganzen Raiffeisenbanken machen wenn da jeder mitschnabeln würde. Der Vorstand wird da nicht gewählt sondern berufen. Ich habe 15 Jahre in einer Raiffeisenbank gearbeitet als Geschäftsstellenleiter.

Eine Wahl des Vorstandes könnte man per Satzung ausschließen.

Einzig die Wahl des Aufsichtsrates ist Abstimmungspflichtig

Satzungsänderungen

Genehmigung des Jahresabschlusses

Jedes Mitglied hat nur eine Stimme und nicht nach Anteilen.

Also nochmal da wird in der Versammlung gar nichts entschieden was das operative Geschäft angeht. Anspruch auf Dividende ja aber nur wie soweit die Satzung das zulässt.

Das Genossenschaftsguthaben kann dann in die Stadion GmbH investiert werden und zum Beispiel mit einer Verzinsung von 4%. Diese werden abzgl. Kosten den Genossen als Dividende ausbezahlt. Ist kein Gewinn da gibt es auch keine Dividende.

Im Grunde ist es ein Ideeller Anteil am GWS und kein Investment per se. Den Leuten muss klar sein das man damit kein Geld verdient.

Das mit der Kündigung müsste man per Satzung klar Regeln.

Bei unserer Genossenschaftsbank war das so das man die Anteile zum Jahresende kündigt und dann nach der Versammlung 2 Jahre Später erst wieder zurück bekam. Also im Grunde 3 Jahre musste man dann warten.

Raiffeisenbanken arbeiten in der Regel mit einem Delegiertensystem, Vertreterversammlung genannt, sofern die Mitgliederzahl eine bestimmte Höhe übersteigt.
Diese Vertreter werden von den Mitgliedern gewählt und sie wiederum wählen den Aufsichtsrat und den Vorstand und/oder widerrufen deren Bestellung(falls durch Bestellung vom AR).
Sie nehmen also sehr wohl Einfluss darauf was der Vorstand darf oder nicht darf. Zuständig das zu überwachen ist der Aufsichtrat der von der Vertreterersammlung gewählt wird und der die Interessen der Genossenschaft gegenüber dem Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertritt.
Der Vorstand setzt die gemeinsam mit dem Aufsichtsrat getroffenen Beschlüsse um.

Ich hab auch nicht behauptet, dass die Mitglieder direkt im operativen Geschäft mitschnabeln, dafür ist natürlich der Vorstand oder GF da. Ich sagte sie bestimmen was und in welchem Umfang der Vorstand die Genossenschaft in einer Stadiongesellschaft zu vertreten hat oder eben nicht, insbesondere wenn es um Grundlagengeschäfte geht. Operativ ist genau das ja imgrunde die einzige wesentliche Tätigkeit in einer Genossenschaft im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Stadion GmbH. Und das dürfte auch das Einzige sein was die Mitglieder der Fan-eG überhaupt interessiert. Die Verwaltung der Genossenschaft die als Vermögen nur die Anteile an der Stadion GmbH in der Bilnaz stehen hat und sonst keinerlei Geschäftstätigkeit ausübt, juckt die Mitglieder überhaupt nicht.

Natürlich kann es Sinn machen bei sehr vielen Mitgliedern der Genossenschaft mit einem Delegiertensystem zu arbeiten. Aber auch da hat man bei Sechzig so seine Erfahrungen gemacht und solange sich das Mindset nicht ändert brauchst damit gar ned anfangen.

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@harie

Ja das es auch Probleme geben kann sehe ich auch aber man wollte ja die Fans mit einbinden und ich glaube eben nicht das man schnell eine Finanzierung mit über 100 Mio einfach so hinbekommt. Vor allem wenn der Verein Lead Investor sein möchte wird das nicht möglich sein. Da brauchst du als Verein auch das Kapital was defacto nicht da ist.

Die Satzung kann man im Grunde ausgestalten das es eben passt. Auch eine Kündigungsfrist der Mitgliedschaft auf 5 Jahre wäre möglich (Für die Planungssicherheit).

Bevor überhaupt ein Stein gesetzt ist haben die Mitglieder kein Risiko weil eben kein Geld verbraucht wurde.

Ja das Wort Delegiertensystem stellt mir auch die Haare zu berge aber es muss ja nicht alles negativ sein was einmal negativ war. Auch das Wort Investor ist verbrannt wohlwissend das nicht jeder schlecht ist.

Gutes Interview. Aber wann ist denn mit der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie zu rechnen?

Wirklich sehr aufschlussreich. Jetzt ist es höchste Zeit via Erbpachtvertrag und Bauvoranfrage Fakten zu schaffen.

Schon um den immer wieder ins Feld geführten Ansprüchen aufs GWS seitens des FCB-Präsi den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Hoffentlich geht’s politisch jetzt nicht mehr in jene Richtung die vorher der Rote Reiter gefahren ist.

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Das mit dem Viertelkraftwerk :thinking::see_no_evil_monkey:… Das ist nur ein Nebengeräusch..

Hoffe beim Hauptpart ist weniger Prinzip Hoffnung :grimacing:

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Hammer, der Oberbürgermeister :rofl: Wie kann man soooo an einer Frage vorbeiantworten .. sogar für einen Politiker heftig :
Sie können dem FC Bayern also nicht versichern, dass man künftig auch Anspruch auf die Nutzung des Stadions haben wird?
Ich kenne die genauen Pläne für den Umbau noch nicht, hoffe aber, dass am Ende dieses Prozesses der Umbau steht. Als Oberbürgermeister und als Nachbar empfinde ich das Grünwalder Stadion als große Bereicherung für die Stadt, vor allem natürlich für Giesing. Es ist toll, dass wir in München noch so ein Stadion mitten in der Stadt haben mit diesem Flair.

Nun, er hofft auf eine einvernehmliche Lösung:
Wie wir hören, wurde mit den Bayern, deren zweite Mannschaft dort spielt, noch gar nicht über die Zukunftspläne zum Grünwalder Stadion gesprochen. Die Bayern erheben aber einen Anspruch darauf, dort zu bleiben.
Ich hatte zur Frage, ob die Bayern dort bleiben, bisher kein Gespräch. Weder mit Sechzig, noch mit dem FC Bayern. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das Thema einvernehmlich lösen.

Ich hätte auch besser gefunden, wenn Krause wild zu spekulieren begonnen hätte und ohne Absprache mit den Vereinen und den zuständigen Behörden Entscheidungen verkündet hätte.

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Viel Bla Bla wie seit Jahrzehnten. Außer die Wahl steht bevor, dann wird natürlich pro Sechzger gesprochen und danach tut sich wie die letzten Jahre auch wenig bis gar nichts. Sehr Schade da wir sehr schnell ein größeres Stadion brauchen um unsere ziele zu erreichen.

Dann halt nochmal …

Vielen Dank für ihre Frage, ich möchte gerne eine andere beantworten :smiling_face:

:rofl: Ja … kann man so machen .. aber auffallen sollte es dem geneigten Leser :person_facepalming:

Am besten hätte ich es gefunden, wenn Krause aufgestanden wäre und angefangen hätte zu gröhlen „Wir wollen keine roten Par***ten, blau ist die Heimat, raus aus unserer Stadt!“ aber das ist wohl zu viel verlangt heutzutage…

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Aktuell sind eher wir / der Verein am Zug. Die Stadt kann da aktuell nur abwarten.

Des habt‘s jetzt davon wenn man irgendwelchen Kaulquappennummerierern das Rathaus überlässt.

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Da kommt seit Jahrzehnten genau das selbe Bla Bla. An der frage hängt aber viel von unserer Zukunft ab.

In bester Tradition von Ude und Reiter.

Wenn ich dem FC* was versprechen müsste, dann würde ich lieber irgendwas sagen.

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Sehr gute Nicht-Antworten von Krause. Es gibt halt auch noch nichts zu sagen. Kein Erbpachtvertrag unterschrieben, und alles noch in Vorbereitung. Warum sollte er etwas beantworten, was er nicht beantworten kann? Ich finde diese permanente Erwartungshaltung nach vollumfänglicher Berichterstattung und Antworten in Echtzeit sowieso ziemlich strange. Aber hauptsache es scheppert.

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