Soll und Haben - Aktuelle Finanzsituation des TSV 1860

Eine gute Frage, die was für den 21.06. wäre, denn da steht doch die Mitgliederversammlung an, oder? Die interessierten Mitglieder unter Euch sollten doch auch einiges an Informationen erhalten.

Bei einem e.V. ist normalerweise ein Rechenschaftsbericht zu erstellen. Oft wird aber auch ein Jahresabschluss erstellt und dieser sogar geprüft. Das Institut der Wirtschaftsprüfer hat ein paar Vorgaben für Vereine gemacht, denn wegen Rücklagen ist das Eigenkapital etwas anders darzustellen. Und bei Vereinen ist i.d.R. das Thema der „Mittelverwendung“ interessant.

Eine positive Fortführungsprognose benötigen nicht nur völlig überschuldete Unternehmen, die dies natürlich vornehmlich benötigen. Auch wenn die KGaA z.B. jetzt wirtschaftlich gut gestellt wäre, könnte der Wegfall der Spiellizenz oder das Kündigen von Darlehen Probleme darstellen, die in einer Fortführungsprognose zu würdigen sein könnten.

Der e.V. hat keine Bankverbindlichkeiten, die 40% Beteiligung an der KGaA wird mit 1 Euro ausgewiesen. Ansonsten hat man noch ein Bootshaus an der Isar, sowie eine Berghütte in Garmisch. Am Trainingsgelände ist man nur Untermieter.

Die Geschäftsführungs GmbH, zu 100% im e.V. Eigentum, hat eine 25.000€ Haftungssumme und wird im Wesentlichen über die KGaA finanziert.

Die Buchhaltung macht bei uns ein staatlich anerkannter und ausgebildeter Steuerberater. Ich stelle mir daher eine eigene Fortführungsprognose für den e.V. äußerst unspektakulär vor.

Zahlen zur KGaA werden oft im Rahmen einer freiwilligen Präsentation des Geschäftsführers bekannt gegeben. Letztendlich erzählt der dann aber auch nur „wir brauchen ständig neues Geld“.

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Dann wäre Ismaiks Anteil mit 1,50 € anzusetzen :star_struck: .

Warum zahlen wir ihn dann nicht einfach aus? :man_shrugging:

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Deal! Geht auf meinen Nacken! :money_mouth_face:

Wenn er dann auf die ganzen Darlehen, welche er sich im Prinzip immer selbst gegeben hat, verzichtet: Gerne!

Das erscheint plausibel bei diesen Ansätzen. :+1:

Ein kleines Beispiel, wie schnell ein Problem entstehen kann:
Nach dem Aufstieg in die 3. Liga musste die GmbH ein Eigenkapital von EUR 1.000.000 darlegen. Zu diesem Zweck hat der e.V. ein Recht im Rahmen einer Kapitalerhöhung eingelegt. Ein Wirtschaftsprüfer hat den Wert der Einlage bestätigt. Hm, soweit so gut. Der e.V. hatte dieses Recht aber bislang nicht mit diesem Wert bilanziert. Somit musste sein Wert erhöht werden (fachlich: Aufdeckung von stillen Reserven)., damit er dann den Eigenkapitaleffekt bei der GmbH hat. Tja, ärgerlich, dass diese Werterhöhung Ergebniserhöhend ist und damit Steuern verursacht. In diesem Fall ein mittlerer sechsstelliger Betrag. Dieses Geld muss dann auch erst mal irgendwoher kommen und nach meinen Informationen soll der Betrag auch gezahlt sein.
Wenn eine neue Fußball-GmbH von 1860 gegründet und der Aufstieg schnell vollzogen wird, könnte dieses Szenario auch entstehen.

[„Steuerberater“ reicht eigentlich. Ausgebildet sollte sie sein und sie werden „bestellt“ und nicht staatlich anerkannt. Voraussetzung ist aber das Bestehen einer Prüfung, bei der jährlich ca. 50% bundesweit durchfallen.]

Momentan bin ich etwas pessimistisch. Der Hasan handelt immer unlogisch und wählt die für uns schlimmste Variante. Er pumpt jetzt wieder so viel Geld in die KgaA, so dass diese nicht pleite geht. Er erhebt mit seinen Anwälten Anspruch auf das Trainingsgelände und das Regionalligateam. Gleichzeitig läuft eine Klage gegen die Wirksamkeit der Kündigung des Kooperationsvertrages.

In diesem schlimmsten Fall müssten wir dann wohl zum Boykott unserer Spiele aufrufen und das Stadion leer lassen.

Oder wie seht ihr das?

MMn würde es auch so kommen. Ein Großteil der (organisierten) Fans würde doch nicht mehr zu den Spielen gehen.

HI kann die KGaA mit Geld am Leben erhalten, aber das wäre doch Irrsin. Passt also zu HI.

An einem Boykott(aufruf) würde ich mich nicht beteiligen denn das trifft aus meiner Sicht die Falschen (aber das kann ja jeder für sich entscheiden).

Wenn er den e.V. vom Trainingsgelände verjagt bin ich optimistisch dass die Stadt den Pachtvertrag kündigen würde. Denn garantiert sieht der Vertrag eine Breitensportnutzung in erheblichem Maße vor. Sonst hätte man uns damals auch nicht verpflichten können dort eine Turnhalle zu errichten (Herleitung, wissen tue ich es nicht).

Eine Regionalligasaison kostet Herrn Ismaik unter diesen Gegebenheiten mindestens 3 Mio. Euro. Und die Stadionmiete mag sich in der Regionalliga halbieren, die Nebenkosten waren allerdings auch ein hoher 6-stelliger Betrag pro Saison.

Was die Kündigung des Kooperationsvertrags betrifft bin ich optimistisch dass die Bestand hat, denn die Lizenzverweigerung, verbunden mit dem Abstieg in die Regionalliga, sowie gekündigte Darlehen sind ja real.

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Boykott würde halt funktionieren. Sollte es wie auch immer mit HI in der Regionalliga weitergehen, hoffe ich doch sehr auf einen Totalboykott der Fanszene. Jeder der ernsthaft weiterhin diesen Typen ertragen würde weils die Mannschaft sich verdient hat trägt eine Mitschuld beim dahinvegetieren. Wenn kein Euro mehr reinfliesst in die kgaa dann wärs vorbei.

Das würde aus meiner Sicht genauso gut funktionieren wie damals der Boykott der Arena.
Aber man kann es ja probieren. Investorenfußball braucht leider keine Fans, denn dem Investor geht es hauptsächlich um Macht und Kontrolle, nicht um ein tolles Stadionerlebnis.
Er schaut sich das ja nicht einmal vor Ort an.

Boykott wird nur unser Ego bedienen aber letztens nichts ändern. Dem Scheich und seinen Deppen interessiert das Alles nicht. Der wäre froh, wenn die Kurve leer bleibt

Also ich kann überhaupt nicht mehr ins stadion gehen und die mannschaft anfeuern, mit welcher motivation, denn? ich fahr von berlin aus ne ewigkeit und am ende der saison lässt uns der Irre wieder absteigen. Mir tuts leid um die spieler, den verein und so weiter, aber solange Hasan da ist, der sich zum ziel gemacht hat aus Trotz oder falscher Beratung oder was weiß ich aus welchen Grund den Verein zu zerstören, kann ich da schlicht nicht mehr hin. Da muss ich noch nichtmal Investoren an sich ablehnen. Wie sehr soll man sich selbst verarschen?

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Wenn es dir speziell um Hasan Ismaik geht, glaube ich musst du dir keine Sorgen mehr machen.

Egal wie es weitergehen wird, ob Insolvenz und Liquidation der KGaA, oder jemand anders die Anteile kauft und die KGaA läuft mit Spielbetrieb weiter, oder der e.V. organisiert die RL mit einer eigenen Betriebs GmbH, Ismaik wird nicht mehr Bestandteil der Zukunft sein. Da bin ich mir ganz sicher.

Ob die neue Lösung die beste für den Verein sein wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Woher nimmst du diese Sicherheit?

Jungs, gaaaanz ruhig und durchatmen. Da muessen wir nix boykottieren. Das machen vorher alle Sponsoren. Oder glaubt jemand im Ernst daran, dass selbst bei nem erfolgreichen Rechtskampf noch irgendein Sponsor einen Euro in die KGaA investiert? Damit waere HAM gezwungen alles alleine zu finanzieren, was nur nch mehr Geld kostet und wenn ich mir seine Bedingungen von vor nen paar Wochen so ansehe, bezweifle ich dass er das Geld dazu noch hat.

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Das entspricht meiner Einschätzung der Sachlage, soweit sie mir aus öffentlichen Quellen bekannt ist, meiner Einschätzung der handelnden Personen und einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung basierend auf rationalen Annahmen.

Und ja, ich weiß, Sechzig ist alles andere als rational, aber ich bin mir da ganz sicher. Ismaik ist Geschichte, alles andere ist die Zukunft.

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mag so sein, aber ich muss mich nicht auch zu einem seiner Deppen machen !

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Ich schreibe es ja nur ungern, aber Infront leistet eine liga-abhängige Mindest-Garantiesumme. Die entspricht nicht dem was in den letzen Jahren an Sponsoring eingetrudelt ist, aber sie ist auch nicht „Null“.

und wie viel ueber der Mindestsumme kommt dann in der KGaA im Budget an ? Sprich, die Einnahmen liegen z.B. 100k drueber, wie viel kommt dann an ?