Adelholzener gehört nicht “der Kirche", sondern einer Ordensgemeinschaft. So gehört die Allianz-Arena ja auch nicht dem DfB oder der DFL sondern den Unerträglichen.
Weltbild gehörte “ihr” auch - den Verlag gibt’s gar nimmer.
Aber das passiert halt, wenn man einen Artikel aus dem Jahr 2011 (!) heranzieht…
Die dahinterstehende Bürgerinitiative mit angeblich 856 Mitgliedern hat es tatsächlich geschafft schon 115 Personen zu motivieren diese Petition zu unterschreiben.
Kann man da überhaupt schon von Öffentlichkeit sprechen?
Ich will den Sponsorenthread nicht zerlabern aber ich finde die Petition dürftig, denn sie ist äußerst destruktiv ausgelegt. Ich kann nachvollziehen wenn man möchte dass Adelholzener am Standort weniger Wasser fördert, aber niemand wird aufhören Getränke zu konsumieren wenn dort die Fördermengen drastisch reduziert werden.
Hier bräuchte es, wenn man wirklich in dieser Region einen Wassermangel erkennen möchte, aus meiner Sicht konstruktivere Ansätze. Sprich Adelholzener müsste ggf. einen Teil der Produktion langfristig verlagern und da müsste man dem Unternehmen aus meiner Sicht eher konstruktive Angebote machen.
Es ist doch überhaupt nicht sichergestellt dass ein Getränkekonsument, wenn er weniger Adelholzener Getränke konsumiert, dann zukünftig Quellen nutzt die eine bessere Umweltverträglichkeit aufzeigen.
Seitdem Adelholzener auf PET umgestellt hat konsumiere ich persönlich so gut wie keine Produkte dieser Firma mehr. Da können die Sponsoring betreiben wie sie wollen.
Die Petition ist vor allem darauf ausgelegt, die Ressourcen zu schützen.
Adelholzener fördert Tiefengrundwasser, das LfU hat dazu ein extra Merkblatt herausgegeben, in dem das Tiefengrundwasser als „eiserne Reserve“ beschrieben wird. Die Anzeichen sind da, dass Adelholzener von diesem Tiefengrundwasser so viel zu viel fördert, dass es in diesem eigentlich besonders geschützten Wasser schon anthropogene Einträge gibt. Im Detail ist es so, dass eine wissenschafliche Arbeit zu dem Schluss kommt, dass bereits so viel überfördert wird, dass sogar schon das Straßensalz in die unteren Grundwasserleiter gezogen wird. Damit wird die eiserne Reserve potentiell unbrauchbar gemacht.
Die Petition kümmert sich nicht darum, dass weniger Flaschenwasser konsumiert werden soll, es geht konkret um den Schutz des Tiefengrundwassers in Bergen, weil davon auch die gemeindliche Wasserversorgung betroffen sein kann (bzw. eher in Zukunft betroffen sein wird)
Damit hast Du vollkommen recht! Es geht hier aber auch nicht um „den Konsumenten“ sondern um die Resource, die konkret an diesem Ort ausgebeutet wird.
Diese konstruktiven Angebote gab es bereits in der Vergangenheit. Sie wurden von der Firma ignoriert. Wie es halt so ist, wenn man da mittelbar eine Unfehlbarkeit in der Firmenstruktur drin hat.
Nachdem die Ferien vorbei sind, und die Petition beworben werden konnte, hat sich bei den Unterezeichner*innen ein wenig was getan. Heute früh noch unter 1000, jetzt etwas mehr.
Auch die Eingabe der Initiative mit weiteren Details kann man jetzt online lesen.
Höre seit dem letzten Heimspiel das Radio TopFM - unser Radiopartner wie mir die Bandenwerbung mitteilte. Weisen auch auf die Löwenspiele hin, verlosen Tickets usw. Für mich wichtig: 80er /90er Jahre Musik. Finde ich jedenfalls nicht so schlecht.