So wird es von interessierter Seite sicherlich hingedreht werden. Nachdem Sachargumente nicht zu verfangen scheinen, müssen wir das wohl aushalten. Nach so vielen Jahren der Ohnmacht haben die kritischen Löwenfans erstmals und vielleicht einmalig Gelegenheit, die Angelegenheiten des TSV in ihrem Sinne zu gestalten - jetzt den Schwanz einzuziehen, weil man Angst davor hat, zum Sündenbock zu werden, wäre falsch.
„Aushalten“ ist das Stichwort. Ich hoffe dass mit dem Arena-Auszug unverrückbare Fakten geschaffen werden und der Auszug für immer ist. Ich glaube auch kaum, dass die Roten (in welcher Konstellation auch immer) uns irgendwann wieder in die Arena lassen würden.
Das (mittelbar, die offizielle Zuständigkeit fällt natürlich an Fauser) zu erreichen - meinetwegen sogar auf Kosten einer Nichtbestätigung bei der MV - würde Reisinger zum größten Löwenpräsidenten seit Adalbert Wetzel selig machen.
scheisse mir ist grad nicht ganz klar was mir lieber ist: Insolvenz mit der Gefahr, dass sich dadurch der AA-Auszug verzögert oder diesen mit Hassans unterschrift eintüten und ihn dann nexte Saison vertreiben. Solange wir weiterhin in der AA sind, hab ich immer das Gefühl der nächste zweifelhafte Investor steht schon vor der Tür.
Ich würde da jetzt nicht mit Superlativen herumwerfen. Es hat schon Regionalliga gebraucht dass unser VR mal etwas Rückrad gezeigt hat. Der eV ist an dem Drama genauso schuld. Und das beschränkt sich nicht auf Cassalette oder Schneider. Auch die Herren Waggershausen, Drees und Reisinger etc gehören dazu.
Aber ja- schlecht wär das nicht. Quadi Reisingers Fegefeuer
Wie du schon schreibst, das wäre nur vordergründig der Fall. Denn die Abstandszahlungen (u.a. Allianz) wären alle gestundet, und zwar über diese entscheidenden zwei Jahre hinaus.
Insolvenz hängt momentan einzig und allein an der Stundung von diesem 2018 fälligen 8 Mio.-Darlehen von Ismaik.
Die Allianz stundet einen niedrigen siebenstelligen Betrag. Also wahrscheinlich nicht viel weniger als die gemeldeten 3 Mio. Halte ich nach wie vor für eine Sauerei.
Da wäre ich mir vielleicht gar nicht so sicher.
Als damals das Urteil im Catering-Prozess erging, habe ich mir die komplette Urteilsbegründung (dank Zugang zur Juris-Rechtsdatenbank) durchgelesen. Ich meine, mich zu erinnern, dass es darin auch um die Frage des Ausnutzens einer marktbeherrschenden Stellung durch den FCB (bzw. die Stadiongesellschaft) ging, da er in München unter den gegebenen Rahmenbedingungen (mittlerweile alleiniger Gesellschafter der Stadion GmbH, vertraglich gesichertes Spielbetriebsverbot im Oly) eine Monopolstellung für ein profifußballtaugliches Stadion hat. Die Antwort darauf war, dass die Roten uns immer einen Mietvertrag zu „marktüblichen Konditionen“ anbieten müssen, da sie anderenfalls tatsächlich ihre Monopolstellung wettbewerbswidrig ausnutzen würden.
Leider habe ich keinen Zugang zur Juris-Datenbank mehr und kann das Urteil (Az.: 1 HK O 17908/09) nicht mehr nachlesen. Das oben geschriebene basiert also nur auf meiner Erinnernung, könnte aber für den Fall einer Rückkehr in den Profifußball wieder aktuell werden. Andererseits wären wohl bis dahin längst rote Sitze in der AA kotz
Zu Juris hab ich leider auch keinen Zugang mehr, stattdessen zu Beck-Online und da heißt es in einer redaktionellen Nachricht zum Urteil sinngemäß:
Die Roten waren 2005/2006 nicht marktbeherrschend, da mit dem Oly und Haching zwei taugliche Stadion zur Verfügung gestanden hätten. Dass sich Sechzig und die Roten in „freier marktwirtschaftlicher Entscheidung“ ggü. der Stadt bei den Planungen der Arena verpflcihtet haben, im Oly keine Fußballspiele auszutragen, ändert daran aus kartellrechtlicher Sicht nichts.
Ach hörts mir auf mit Firma. Laut den Kommentatoren der blauen24 seids ihr doch eh jeden Tag am Ostbahnhof und saufts euch mit Öttinger die Hucke voll. Pfuj deife !
;)
Ein Geschäftsführer muss höllisch aufpassen, da er auch immer selbst haftbar ist und u.U. auch strafrechtlich dran ist. So ist es ein Problem, wenn durch Vertragsabschlüsse neue Verpflichtungen entstehen und kurz danach der Insolvenzfall eintritt. Hier stellt sich immer die Frage, ob diese Verpflichtungen vermeidbar gewesen wären. Daher war das auch mit den Spielerverträgen anfangs so ein Hickhack. Ergo: Ohne Unterschrift Ismaik keine Stundung, keine positive Fortführungsprognose, kein AA-Auszug oder ähnliches.
Der Fauser wird ihm sicherlich einen Stichtag genannt haben (z.B. diese Woche oder der Termin der MV), an dem spätestens die Unterschrift da sein muss, ansonsten: Gang zum Insolvenzgericht.
Also der AA-Auszug scheint mir fix, da bei einer negativen Prognose der Fall Eintritt, dass man nicht zahlen kann und die Verträge dann eh nichtig werden. GWS ist in diesem Falle einfach dann die einzige Lösung
Das empfinde ich nicht so dramatisch. Vertrag ist Vertrag. Dafür ist ja auch mal Geld geflossen.
Dramatisch finde ich die Tatsache, das solche Verträge damals ohne Weitsicht geschlossen wurden.
Ganz ehrlich, ich würde gerne mal sonstige Verträge sehen → ich bin immer noch davon überzeugt das dort viele Verträge mit Kleingedruckten in den Schubladen liegen.
Vom Gefühl auch Verträge wo es zur Haftung (Durchreichung) zum e.V. gibt. Ich denke das man in all den Jahren sehr sehr unsauber gearbeitet hat.
Bei einer möglichen Insolvenz sehe ich die Gefahr das dieses Kartenhaus zusammenbricht. (ich bin eher für einen klaren Strich als … )
Alternativ der Insolvenzverwalter die Gesellschafter fragt was sie bewegen würde Geld in die KGAa einzubringen. Hier sehe ich die Gefahr das es zum weiteren Anteilsverkauf kommen MUSS. Da eine Insolvenz immer abzuwenden ist. Das bringt HI zwar nicht weiter bei 50 + 1 allerdings bringt das doch weitere Gefahren mit sich.
Das Geld müsste doch aber derjenige zurückzahlen, der es damals bekommen hat. War das nicht die Arena GmbH? Das hätte alles eigentlich mit dem Anteileverkauf der Arena geklärt werden müssen.
Mei. Alles im Vorfeld des Arena-Baus und immer unter der Annahme, dass '60 sich ewig in der Bundesliga halten und öfters mal Schwammerlliga spielen wird. Wenn man international mit den Großen mitspielen will, muss man solche Risiken vielleicht sogar eingehen, weil es ja genug Konkurrenten gibt, die davor nicht zurückschrecken. Dass es bei den wenigsten dann wirklich so funktioniert, wie erträumt, wird momentan noch billigend in Kauf genommen. Hoffentlich tut es bald einmal einen gescheiten Duscher.
Für die 3 Millionen, welche die Allianz genannt hat, gibt es keinen direkten Vertrag.
Die Allianz bezahlt für ihre Namensrechte an der Arena jährlich 6 Millionen Euro. Dafür spielen auch 2 Mannschaften drin. Das heißt: Fällt eine der beiden Mannschaften aus, zahlt die Allianz die Hälfte der Leistung ohne eine Gegenleistung zu bekommen.
So die Rechnung der Allianz.
Man muss kein Profi sein, um die Forderung der Allianz in ihrer Höhe zu drücken. Aber als Aktiebgesellschaft sind sie nunmal auch verpflichtet, das maximale raus zu holen. Denen wird die Stundung dann letztendlich nicht weh getan haben!